BSW-Fest in der Festung kritisch kommentieren

Datum: August 30, 2026
Uhrzeit: 10:30 – 20:30 Uhr
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Sahras letztes Gefecht: Am 30.8. mit Verschwörungswahn für die AfD
(von nun an geht’s bergab)
Das peinlichste Projekt der deutschen Gegenwartspolitik nähert sich seinem Ende. Um den Sturz in die Bedeutungslosigkeit abzuwenden, traf Sahra Wagenknecht eine folgenschwere strategische Entscheidung. Im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt hat sie angeboten, mit ihrer Partei Faschist*innen zur Macht zu verhelfen. Zudem stellt sich die Querfrontpartei BSW mit einem „Festival der Meinungsfreiheit“ in Magdeburg explizit an die Spitze der Verschwörungsgläubigen. 
Wie schon häufig in den letzten Jahren begleitet die antifaschistische Antiverschwurbelte Aktion Sahra und ihren Zirkus nun auch in Magdeburg mit  Liebe und Geduld.
Zahlenspiele und Prognosen
Bei der letzten Bundestagswahl scheiterte das BSW knapp an der 5%-Hürde und klammert sich an die Verschwörungserzählung, der Stimmzettel sei (vorsätzlich) nachteilig gestaltet worden und die Stimmen seien nicht richtig ausgezählt worden. Jetzt droht ein ähnlich schlechtes Ergebnis ausgerechnet in der BSW-Hochburg Sachsen-Anhalt: Bei der letzten Bundestagswahl konnte das BSW hier 11% der Stimmen einsammeln. Umfragen sehen die Partei jetzt bei 4 Prozent. Sollte sich das bei der Wahl bestätigen, hätte das Signalwirkung auf weitere anstehende Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (niemand „verschenkt“ gerne seine Stimme). Das wäre bereits das Ende des Projekts BSW. Mit der aktuellen Austrittswelle, der inneren Zerstrittenheit und der nicht mehr vorhandenen Unterscheidbarkeit von der AfD, die dem BSW vermehrt antifaschistischen Gegenwind bringt, ist sein Schicksal besiegelt.  
Steigbügelhalter der Faschist*innen
Seit seiner Gründung ist klar, wie Sahras Bündnis tickt. Die Rede des BSW von „Altparteien“, die Forderung nach einer angeblich nicht vorhandenen deutschen „Souveränität“, die Erzählung, Deutschland sei ein „Vasall“ der USA und die Parole „Ami Go Home“ sind nicht einfach nur populistisch, sondern 1:1 rechtsextremes Wording. Das Geraune von den „Altparteien“ hat sich mittlerweile gewandelt zu „Brandmauerparteien“.
Es ist nicht ganz klar, was Sahras Angebot, der AfD zur Macht zu verhelfen, den Wählenden signalisieren soll.
Option 1: Es ist ein Betteln um Leihstimmen von der AfD-Stammklientel
Option 2: Es ist ein Angebot an Unentschlossene, die mit der AfD sympathisieren, aber – wie das BSW – keine Verantwortung für ihr Tun übernehmen wollen („ich habe die AfD nicht gewählt!“)
Verschwörungswahn beim „Festival der Meinungsfreiheit“
Während einerseits die völkisch-nationalistischen DDR-Nostagiker*innen aggressiv umworben werden, soll auch die Anhänger*innenschaft der gepflegten, direkt oder strukturell antisemitischen Verschwörungserzählung ihre Stimme beim BSW abgeben. Damit die Coronaleugner*innen-Resterampe nicht vollends in der AfD aufgeht, sondern sich beim BSW zu Hause fühlen, muss etwas geboten werden. Dafür gibt es am 30. August ein ganztägiges Feelgood-Event in der Eventlocation „Festung Mark“ in Magdeburg. Das Festival bildet eine große Bandbreite der Verschwörungserzählungen ab, moderiert vom Spitzenpersonal der Partei.
Hass, Antisemitismus und Geschwurbel aller Art sind keine Meinungen! 
Schwurbelalarm in Magdeburg. Angekündigt beim BSW-Fest sind die Großköpfe des Coronaschwurbels wie Markus Haintz, Aya Velazquez und Ulrike Guerot. Nicht fehlen dürfen die Relativierer*innen des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine, wie Gabriele Krone-Schmalz und Johannes Varwick. Abgerundet wird das Programm durch Personen, die die Shoah und den Hamas-Terror verharmlosen.
Was alle vereint: Sie ertragen weder Kritik noch Gegenrede. Beim kleinsten Gegenwind (ein Hinweis auf Fakten reicht da schon) geht das Geschrei von einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und von Autoritarismus los. 
Um unsere Meinung ganz klar zu sagen: Die Verbreitung von Nazi-Parolen ist eine Straftat, Stefan Homburg, und das ist auch gut so. Die Durchführung einer Veranstaltung, bei der die Hamas schöngeredet wird, ist eine Schande,  Claudia Wittig.  Shoahrelativierung und Hitlergruß mögen von der Kunstfreiheit gedeckt sein, sind aber widerlich, Simon Rosenthal.  Das Gerede von einer politischen Instrumentalisierung des Vernichtungslagers Auschwitz ist in der Regel antisemitisch, Michael Lüders, und das ist verachtenswert.
Hochnotpeinlich ist das ewige Widerkäuen russischer Propaganda und Desinformation beim BSW.
Mitleiderregend ist die Sinnkrise des überlebten Coronaschwurbels, der nun sogar die Echokammer des BSW für einen Rest an Aufmerksamkeit nutzen muss.
Stattdessen: Ein satirisches Fest für Cancel Culture am 30.8.
Die Antiverschwurbelte Aktion protestiert mit einem satirischen Fest „für Cancel Culture“ und einer kleinen Brandmauer dagegen, dass die Festung Mark dem hanebüchensten Bullshit und offenem Antisemitismus Tür und Tor öffnet. Die Festung Mark gehört einer Stiftung aus zwei Unis, der Stadt Magdeburg und dem Studentenwerk und sollte somit lieber eine seriöse Vermietungspolitik praktizieren. Das „Fest für Cancel Culture“ findet im Rahmen der CSD-Aktionswoche statt. Erwartet wird eine Teilnehmer*innen-Zahl im mittleren einstelligen Bereich.
angemeldet 10:30 bis vorrs. 20:30
— vor der Festung Mark (Hohepfortewall 1, Straßenbahn-Halte „Listemann“)
— man ist gut beraten, sich als Dino zu verkleiden. Kartons für die Mini-Brandmauer sind willkommen.
(3) https://archive.is/79j3O