Heraus zum Feministischen Kampftag! *Demonstration*

Termin am: 

Samstag, 11. März 2017 - 15:00 bis 19:00

Ereignis: 

  • Demonstration
  • Küfa & Vokü
  • Kundgebung
  • Vernetzungstreffen

FEMINISMUS WILL DER AUSBEUTUNG UND GEWALT GEGEN FRAUEN* ETWAS ENTGEGENSETZEN

Es ist allseits bekannt: In Deutschland werden Frauen* immer noch schlechter bezahlt als Männer* und sie leisten hier nach wie vor den Großteil der Hausarbeit oder Kindererziehung. Besonders Frauen* mit Migrationshintergrund oder Alleinerziehende sind von schlecht bezahlten Jobs in Teilzeitarbeit betroffen und geraten später deshalb in die Altersarmut. Doch damit nicht genug: Überall auf der Welt machen Frauen* im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit häuslicher oder sexualisierter Gewalt, besonders im eigenen sozialen Umfeld. Selten kommt den Betroffenen dabei Solidarität und Unterstützung zu. Stattdessen werden sie von Behörden nicht ernst genommen oder müssen sogar damit rechnen, der Mitschuld bezichtigt zu werden.
Im Alltag erleben Frauen* gleichzeitig, wie man ihren Körper ausbeutet, sie zur Schau stellt oder offen in der Werbung abwertet oder sexualisiert. Hinzu kommt: Immer mehr Menschen wollen oder können sich nicht im Zwei-Geschlechtermodell verorten. Sie kämpfen gegen die Beleidigung als Kranke oder Unnormale und wehren sich gegen körperlichen Angriffe, Entrechtungen oder medizinische Diagnosen.

Die derzeitigen Zustände zeigen:

FEMINISTISCHE KÄMPFE SIND NOTWENDIGER DENN JE

Das Ziel feministischer Kämpfe ist es, diese überflüssig zu machen. Aktuelle Ereignisse lassen allerdings auf das Gegenteil schließen: Weltweit erstarkt die Neue und alte Rechte. Dadurch werden bestehende Ungerechtigkeiten nicht nur gefestigt, auch bereits Erkämpftes ist wieder bedroht. In Polen und den USA versucht der Staat verstärkt über Frauen* und ihre Körper zu verfügen und sie in ihre angeblich „natürliche Mutterrolle“ zu drängen, etwa indem der Zugang zu Abtreibungen und damit ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt wird. Russland verabschiedet ein Gesetz, das häusliche Gewalt bagatellisiert. In Argentinien werden Frauen* massenhaft vergewaltigt und ermordet.
Auch in Deutschland ist der Rollback (Rückschritt) deutlich spürbar, etwa wenn Vergewaltigungen rassistisch instrumentalisiert werden, indem sie auf Geflüchtete geschoben werden, oder Tausende gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch demonstrieren.

Neuste Ereignisse lassen jedoch wieder Mut und Kraft schöpfen: Weltweit gehen Feminist* innen über Tage und Wochen hinweg auf die Straßen. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires protestierten Zehntausende gegen Gewalt und Mord an
Frauen*. In Polen wurde die Verschärfung des bereits restriktiven Abtreibungsrechts nach Demonstrationen mehrerer Zehntausender gekippt. Die millionenschweren „women‘ s marches“ für Frauen- und Menschenrechte werden auf der ganzen Welt unterstützt
und fortgeführt. Initiator*innen und Teilnehmende planen bereits den Generalstreik der Frauen*.

Wir lassen nicht zu, dass irgendwer über unsere Körper bestimmt, außer uns selbst!
Wir nehmen nicht hin, dass Menschen erniedrigt und verachtet werden, weil sie nicht in traditionelle und reaktionäre Weltbilder passen!
Wir sind solidarisch mit den feministischen Kämpfen weltweit!

* Mit dem Sternchen möchten wir alle einschließen, die sich nicht in die gesellschaftliche Kategorie der Zweigeschlechtlichkeit einordnen lassen (wollen).

11.03.2017 // 15 UHR // ALTER MARKT
- Kundgebung, Infostände & Verpflegung ab 15 Uhr am Alten Markt vor dem Rathaus
- Demonstrationszug ab 16 Uhr (Alter Markt - Otto-von-Guericke-Str. - Hasselbachplatz - Breiter Weg - Alter Markt)
- anschließend Abschlusskundgebung vor dem Rathaus

 

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