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SUMMARY:Feministischer Kampftag
DESCRIPTION:Demo-Aufruf:\nDer 8. März ist seit über hundert Jahren ein Ta
 g des feministischen Widerstands - geboren aus Streiks und Kämpfen von Ar
 beiter*innen. Er war nie ein symbolischer Gedenktag\, sondern ein Kampftag
  für soziale Rechte\, Selbstbestimmung und ein Leben in Würde.\nVieles w
 urde erkämpft: das Wahlrecht\, wirtschaftliche und rechtliche Selbststän
 digkeit sowie Fortschritte in geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimm
 ung - zuletzt etwa durch das Selbstbestimmungsgesetz.\nDiese Errungenschaf
 ten sind das Ergebnis jahrzehntelanger feministischer\, queerer\, sozialis
 tischer und antirassistischer Kämpfe.\nDiese Kämpfe sind international. 
 Überall auf der Welt organisieren sich Menschen gegen patriarchale Gewalt
 \, Ausbeutung und staatliche Unterdrückung. Die Formen des Widerstands si
 nd verschieden - aber sie sind miteinander verbunden\, weil Unterdrückung
  keine Grenzen kennt.\nDoch das Erkämpfte ist nicht sicher. Unsere Rechte
  werden eingeschränkt und infrage gestellt. Antifeministische\, queerfein
 dliche und autoritäre Ideologien gewinnen an Einfluss. FLINTA* erleben we
 iterhin strukturelle Diskriminierung\, Gewalt und Abwertung. FLINTA* meint
  Frauen\, Lesben\, inter*\, nicht-binäre\, trans* und agender Personen - 
 also alle\, die vom Patriarchat besonders betroffen sind.\nUm sichtbar zu 
 machen\, was FLINTA* in Magdeburg bewegt\, haben wir Gespräche mit versch
 iedensten Menschen geführt - auf der Straße\, mit Freund*innen und Famil
 ie. Die Themen zeigen\, warum wir am 8. März auf die Straße gehen müsse
 n.\nGewalt und die ständige Angst davor sind zentrales Thema vieler FLINT
 A*. Verbale Übergriffe\, Belästigung\, Carcalls und sexualisierte Gewalt
  bis hin zu Femiziden gehören zum Alltag. Häufig passieren sie nicht im 
 öffentlichen Raum\, sondern im eigenen Umfeld. Vieles bleibt unsichtbar. 
 Erfahrungen werden kleingeredet: "Hab dich nicht so"\, "Das ist halt so"\,
  "Boys will be boys"\, "Hast du deine Tage?". Gewalt wird Normalität. Ver
 antwortung wird auf Betroffene verschoben und ein patriarchales System sta
 bilisiert\, das auf Abwertung und Grenzüberschreitung beruht.\nAuch fehle
 nde Anerkennung und Unterstützung in der Gesundheitsversorgung wurden hä
 ufig genannt\, etwa für Hebammen\, sowie der zunehmende Verlust von Wisse
 n über weibliche\, inter* und trans* Körper durch politische Entscheidun
 gen. Bildung und medizinische Versorgung für inter* und trans* Personen w
 erden vernachlässigt oder gezielt eingeschränkt. \nVon uns wird immer me
 hr erwartet\, während gleichzeitig darüber diskutiert wird\, Rechte wie 
 Teilzeit weiter einzuschränken. Viele erleben eine wachsende Belastung du
 rch reproduktive Arbeit: Sorgearbeit\, Pflege\, emotionale Arbeit. Diese A
 rbeit ist oft unbezahlt oder schlecht bezahlt\, wird unsichtbar gemacht un
 d abgewertet\, obwohl sie das gesellschaftliche Leben überhaupt erst mög
 lich macht.\nWährend Kriege geführt\, Profite gesichert und Macht vertei
 digt werden\, sind die Folgen deutlich spürbar: Menschen ziehen sich zur
 ück\, Gemeinschaften werden geschwächt\, Austausch wird schwieriger. Sol
 idarität soll durch Konkurrenz ersetzt werden. Vereinzelung macht angreif
 bar und genau dagegen setzen wir unseren gemeinsamen Protest.\nDer 8. Mär
 z steht für Solidarität. Sie beginnt unter FLINTA*\, denn nur gemeinsam 
 können wir das bisher Erkämpfte verteidigen und weiter ausbauen. Unsere 
 Kämpfe drehen sich um Selbstbestimmung und Intersektionalität. Feministi
 sche Kämpfe sind Klassenkämpfe. Sie sind international und richten sich 
 gegen Ausbeutung\, Krieg und autoritäre Politik.\nGerade jetzt\, wo über
 all auf der Welt die Freiheit massiv angegriffen wird - in Kurdistan\, Ira
 n\, Sudan und Gaza\; und feministische Selbstorganisation unter Beschuss s
 teht\, zeigt sich: Unsere Kämpfe sind miteinander verbunden\, hier und we
 ltweit. Deshalb gehen wir am 8. März auf die Straße. Wir lassen uns nich
 t spalten\, nicht zum Schweigen bringen und nicht vertrösten. Unsere Wut 
 ist berechtigt. Unsere Hoffnung entsteht aus Organisierung und Solidaritä
 t.\nAm 8. März nehmen wir uns den Raum\, der uns zusteht.\nWir machen sic
 htbar\, was sonst unsichtbar bleibt.\nWir kämpfen für eine gerechte und 
 solidarische Gesellschaft.\nKommt mit uns auf die Straße.\nFür uns. Für
  alle.
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