Magdeburg

Spontandemonstration gegen Mord an Oury Jalloh

Am heutigen Donnerstag fand in Magdeburg eine spontane Demonstration unter dem Motto „Wahrheit erkämpfen - Oury Jalloh, das war Mord“ statt. Auf diese Weise sollte erneut auf den rassistischen Mord von Polizisten an Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle im Jahr 2005 aufmerksam gemacht werden.

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

StepUp! Feminist Flows to Dance The Night Away

Termin am: 

Freitag, 17. November 2017 - 21:00

Ereignis: 

  • Küfa & Vokü
  • Performance
  • Sportveranstaltung

Aftershowparty mit feministischem Flow!

Hoch die (Mens-)Tassen zum Stößchen, ab aufs Parkett und hebt die HipHopHände, um bei feinstem feminist sound durch die Nacht zu steppen!


DJ*anes:

marycielo (Female- & Zeckenrap / Hannover)
https://www.facebook.com/djmarycielo/

mooncup (FemHipHop / Leipzig)
 

Orte: 

  • Magdeburg
  • Libertäres Zentrum

Themen: 

  • Antisexismus & Gender & Queer

Word up! Ein SpokenWord - Abend mit SchwarzRund

Termin am: 

Freitag, 17. November 2017 - 19:00 bis 21:00

Ereignis: 

  • Lesung
  • Performance

SchwarzRund bloggt, schreibt und rantet über Mehrfachdiskriminierungen. Am 17.11. / 19:00 Uhr freuen wir uns, sie im Campustheater begrüßen zu dürfen!

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit fast zehn Jahren in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen.
Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communities verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und
Veranstaltungsreihen.
2016 erschien ihr afropolitaner Berlin-Roman BISKAYA im Zaglossus Verlag.
(Foto: Ina Müller / Reihe PLUS)

http://schwarzrund.de/
https://www.facebook.com/SchwarzRund/

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Im Anschluss an den Slam gibts ne dicke Sause inklusive lila Brause (Cocktails&Einhornlikör) im Libertären Zentrum! Also holt eure Tanzschuhe raus und macht euch auf die Socken! ...because the night belongs to lovers!

https://www.facebook.com/events/526434261026334/

 

Orte: 

  • Magdeburg
  • Universität

Themen: 

  • Antirassismus
  • Antisexismus & Gender & Queer

2. Offenes Treffen / 2nd open meeting

Termin am: 

Donnerstag, 23. November 2017 - 19:00 bis 22:00

Ereignis: 

  • Infoveranstaltung
  • Vortrag & Diskussion
  • Workshop

English translation below *****

2. Offenes Treffen des Bündnis Studierende gegen Rechts (BsgR)
mit Input zu „Betroffene rechter Gewalt in Magdeburg seit 1990“

In Magdeburg sind Neonazimus und Rassismus schon lange präsent. Seit 1990 sind hier mindestens vier Menschen durch rechte Gewalt ums Leben gekommen, jahrelang war Magdeburg mit dem sogenannten „Trauermarsch“ im Januar einer der Treffpunkte der deutschen Neonaziszene und auch momentan sind rechtsradikale Gruppen und Parteien wie die „Identitäre Bewegung“ oder „die Rechte“ hier aktiv und präsent. Die AfD sitzt mit über 12% im Bundestag. Die Hetze gegen Menschen, die nicht in rechtspopulistische Kategorien sogenannter „deutscher Leitkultur“ passen nimmt kein Ende, täglich ereignen sich rassistische Übergriffe, ob klein oder groß, verbal oder physisch, in der Straßenbahn, im Supermarkt oder auf der Straße. Vielleicht hast Du selbst so etwas auch schon erlebt.

Für uns als Bündnis Studierende gegen Rechts sind diese Zustände nicht hinnehmbar. Wir sind fest davon überzeugt, dass ein gleichberechtigtes, solidarisches Miteinander nicht nur möglich, sondern unerlässlich ist und sind als Gruppe aus der Notwendigkeit heraus entstanden, dass es gerade in Magdeburg wichtig ist, sich als Studierendenschaft gegen Rechts zu positionieren. Wir wollen durch Veranstaltungen und Aktionen informieren und so dazu auffordern, sich dem rassistischen, antisemitischen und sexistischen Jetzt-Zustand entgegenzustellen!

Starten werden wir das Treffen mit einem Input zu den Betroffenen rechter Gewalt in Magdeburg seit 1990. Danach wollen wir mit Dir konkret werden und Ideen entwickeln. Wie können wir mit aktuellen gesellschaftlichen und gesellschafts-politischen Situationen und Entwicklungen umgehen? Welche Schritte zu einem solidarischen Zusammenleben können wir aktiv erarbeiten und gehen? Wie das aussieht hängt von Dir ab.
Du hast Lust dabei mitzumachen oder einen Blick auf unsere Arbeit zu werfen? Eigene Gedanken einzubringen, mit uns zu diskutieren und zu entwickeln? Dann freuen wir uns wenn du vorbei kommst! Vorerfahrung brauchst du nicht, willkommen sind alle die sich mit uns gegen Rechts stellen wollen!

Zeit: Donnerstag/ 23.11.2017, Start 19:00 Uhr
Ort: Uni Magdeburg, Gebäude 40-B (Zschokkestr. 32)
-> Raum wird noch bekannt gegeben

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English translation
2nd Open meeting of Students against Fascism in winter semester 2017/18
with an input on “victims of fascist violence in Magdeburg since 1990“

In Magdeburg, neo-Nazism and racism are present for a while already. Since 1990, at least four people died due to fascist violence. For years, Magdeburg served as a meeting place of a right-wing extremist gathering in terms of the so-called “Trauermarsch“, i.e., 'march of grieve' in Januar (giving space to the deaths of offenders of WWII instead of the much larger number of victims of the Nazi regime and WWII from all cultures and parts of societies worldwide). Moreover, there are other right-wing groups and parties present in Magdeburg and whole Germany now – like the “die Rechte“ (translates to 'the Rights' openly referring to right-winged thoughts) or the “Identitäre Bewegung“, 'Identity Movement'. The AfD recently got to hold more than 12% of the German Parliament's seats. Fascist agitation towards humans who do not fit into those people's categories of a German cultural identity do not end and there are racist attacs every day – be it small or big, verbally or physically, on the road, in the supermarket or in the tram. Maybe you have experienced something similar yourself.

For us as Students against Fascism, this situation is not tolerable. We are convinced that a solidary, equitable living together is not only possible but vital. Our group came into existence out of necessity: especially in Magdeburg, it is imporant to stand against fascism, in general and as students. Throughout meetings and actions, we want to inform – and also to empower to stand and fight against the racist, anti-Semitic and sexist situations we encounter today!

We are going to start the meeting with giving an input concerning victims of fascist violence in Magdeburg since 1990. Afterwards, together with you, we want to become concrete and develop ideas: How to deal and work with actual societial conflicts and (political) changes? Which steps can we go for an active and solidary living together? How this will turn out depends on you.
Do you want to join us or have a look? To bring along your own thoughts, to discuss and develop them with us? Then we would enjoy to see you around! There is no need for any previous experience in the field, everybody who wants to stand with us against fascism is welcome!

Time: Thursday/ 23/11/2017, starting at 7pm
Place: Uni Magdeburg, Building 40-B (Zschokkestr. 32)
-> room to be announced

Orte: 

  • Magdeburg
  • Universität

Vergiss mal Nicht - Gemeinsam gegen Geschichsvergessenheit und Verdrängungskultur!

Termin am: 

Donnerstag, 9. November 2017 - 18:30 bis 22:00

Ereignis: 

  • Demonstration

"Nie wieder!", so lautete das Motto, unter dem wir letztes Jahr zusammen mit fast 700 Studierenden der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie Schüler*innen und Bürger*innen auf dem Domplatz standen, um gegen die wachsende Geschichtsverdrängung zu demonstrieren.

Nun, ein Jahr später, werden wir wieder auf die Straße gehen.

Unter dem Motto "Vergiss Mal Nicht - Gegen Geschichtsvergessenheit und Verdrängungskultur" wollen wir auf die Ereignisse des 9. Novembers 1938 aufmerksam machen. Ein Datum, das die jüngere deutsche Geschichte so nachdrücklich geprägt hat, wie kaum ein anderes.

Am 09. November 1938 begannen mit der Reichspogromnacht die Novemberpogrome. Es kam zu gezielten Brandanschlägen auf Synagogen und Hetzjagten auf jüdische Mitbürger*innen. Hierbei spielte auch Magdeburg als eine der ersten betroffenen Städte eine zentrale Rolle. Spätestens an diesem Tag musste jede*r in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord legitim geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. (1)

Dennoch gibt es Mitbürger*innen, wie beispielsweise Ursula Haverbeck, die wider jeglicher Tatsachen den Holocaust leugnen. Im Jahr 2011 empörte die rechtsextreme Partei NPD damit, dass sie ein Wahlplakat mit dem Slogan "Gas geben" im Zuge der Abgeordnetenhauswahl vor dem jüdischen Museum in Berlin aufhing.

Im Januar agitierte der thüringische Politiker Björn Höcke in Dresden, dass sich die Deutschen mit ihrer "Bewältigungspolitik" selbst lähmen würden und es eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad brauche." Dazu sagte er: "Wir Deutschen – und ich rede jetzt nicht von Euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben – wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. (Applaus)" (2)

Alexander Gauland äußerte sich am 2. September dieses Jahres mit Blick auf die NS-Zeit: „Man muss uns diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr. Und das sprechen wir auch aus. Deshalb haben wir auch das Recht, uns nicht nur unser Land, sondern auch unsere Vergangenheit zurückzuholen.“ Weiter führte er aus: "[wir haben das Recht], stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen.“ (3)

Als dritte Generation, die in Frieden aufwächst, liegt es nah, mit der Vergangenheit abschließen zu wollen. Es ist wahr, dass uns keine Verantwortung für die Gräueltaten des NS-Regimes mehr zugeschrieben werden kann. Wir haben aber die Verantwortung, diese Gräueltaten als solche in Erinnerung zu behalten, privat für uns und in der Gesellschaft. Wir haben die Verantwortung den letzten Überlebenden der Shoa beizustehen. Wir haben die Verantwortung aus der Geschichte zu lernen, ein wiedererstarken faschistischer Tendenzen zu erkennen und in ihren Anfängen zu bezwingen.

Solche besorgniserregenden Aussagen und Tendenzen wie die oben bringen uns zu der Auffassung, dass wir uns gerade als Studierende, Schüler*innen und mündige Bürger*innen heute mehr denn je klar positionieren müssen. Gegen Geschichtsvergessenheit, gegen Antisemitismus und gegen einen erstarkenden Revisionismus.

Lasst uns unsere Meinung auf die Straße bringen.
Laut- und meinungsstark!

VERGISS MAL NICHT!
 



WAS? Demonstration "Vergiss Mal Nicht - Gegen Geschichtsvergessenheit und Verdrängungskultur"

WANN? 09. November 2017 | 18:30 Uhr

WO? Hasselbachplatz Magdeburg

Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1850022985027282/

 

Die Veranstaltung wird in wunderbarer Zusammenarbeit von Students Against Racism Magdeburg, dem Studierendenrat der OVGU und dem Studierenderat der Hochschule Magdeburg-Stendal organisiert und veranstaltet.

 


Quellen:
(1) https://www.lpb-bw.de/reichspogromnacht.html
(2) http://www.deutschlandfunkkultur.de/afd-und-ns-gedenken-so-geht-rechte-geschichtspolitik-in.976.de.html?dram%3Aarticle_id=377934
(3) https://www.welt.de/politik/deutschland/article168663338/Gauland-fordert-Recht-stolz-zu-sein-auf-Leistungen-in-beiden-Weltkriegen.html

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

NSU - Monologe

Termin am: 

Sonntag, 5. November 2017 - 18:30 bis 20:30

Ereignis: 

  • Performance

Sechs Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU - von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Die Aufführung findet auf deutsch mit türkischen und englischen Übertiteln statt.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

Weitere Infos unter: www.buehne-fuer-menschenrechte.de


"Einfühlung als Waffe. Es kriecht einem unter die Haut. Empathischer Sog"
Nachtkritik.de

"Zutiefst persönlich und hoch politisch. (...) beleuchten auf neue Weise ein aktuelles Kapitel deutscher Geschichte."
RBB Kulturradio

"Bringt einem den ganzen Wahnsinn (...) in einer so einer Wahnsinns-Weise (...) so dermaßen nahe, dass es dafür sogar stehenden Applaus gab."
RBB Radio Eins

"Weg von der Anklagebank"
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/leskovar-nsu-106.html
ZDF Heute Plus
***

NSU Monologları, Nasyonal Sosyalist Yeraltı örgütünün tanınmasından beş yıl sonra yakınlarını bu oluşumun işlediği cinayetlere kurban vermiş üç ailenin hikayesini anlatıyor. Elif Kubaşık, Adile Şimşek ve Ismail Yozgat’ın gerçekleri ortaya çıkarmak için verdikleri mücadeleyi, cenaze töreninde ilk sırada durabilm güçlerini, bir caddenin ismini değiştirme taleplerini ve katledilen yakınlarına yönelik yapılan gerçek dışı suçlamalara karşı
sevdiklerini kendi hatıralarıyla cesurca savunma çabalarını sahneye taşıyor.


"Oyundan sonra Şimşek ve Kubaşık'ın yanına giderek, “Nasıl buldunuz? Kendinizi sahnede gördünüz mü?” diye sordum. İkisinin de gözleri buğuluydu. Ama ikisini de çok rahatlamış gördüm."
“Nihayet anlatabildik çektiklerimizi. Nihayet yeniden canlandırdık kaybettiğimiz sevdiklerimizi” demenin bir rahatlığıydı bu."
Hürriyet

"Özenle sahnelenmiş,ifade gücü yüksek..."
zitty

“Kişisel aynı zamanda son derece politik."
RBB Kulturradio

“Insani öfkelendiren bir parça hakikat."
RBB Inforadio

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wenn die Gesellschaft versagt. In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU"

Hintergrund:
Während der NSU mordend durch das Land zog, mussten sich die Opfer und deren Angehörige immer wieder gegen eine mediale Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagne wehren. Der Wille zur systematischen Aufklärung seitens der Ermittlungsbehörden war in dieser Zeit gering. Statt nach rassistischen Tatmotiven zu fragen, fertigte man die Mordserie mit dem Begriff "Dönermorde" ab und ermittelte gegen die Angehörigen der Ermordeten selbst. Es hätten vielleicht weitere Tote verhindert werden können, wenn die Ermittlungsbehörden den Hinterbliebenen zugehört hätten. Der Vater des ermordeten Halit Yozgat äußerte bereits kurz nach der Tat am 06.04.2006, dass der Mord rassistisch motiviert war. Doch die Opfer und deren Familien wurden nicht angehört.
Auch seit dem Auffliegen des NSU-Netzwerkes fehlt eine adäquate juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung. So liegt der Fokus vor allem auf drei Täter*innen des NSU, obwohl längst deutlich geworden ist, dass zahlreiche neonazistische Netzwerke sowie Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutzes bei den Aktivitäten der rechten Terrorzelle involviert waren. Es werden unzählige Reportagen und Artikel über die Gruppe produziert – ein Interesse an den Opfern ist jedoch nach wie vor nicht erkennbar. Im Angesicht eines zähen Gerichtsprozesses und einer schwindenden Aufmerksamkeit für das Thema ist es notwendiger denn je, an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU zu erinnern.

Veranstalter*innen:

Arbeitskreis Antirassismus Magdeburg; Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.; .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. ; Resonanzboden; Artist e.V.; Bündnis Studierende gegen Rechts; Stura OVGU

// 05.11.17,18:30 Uhr NSU-Monologe in Magdeburg (Bühne Für Menschenrechte) // Hörsaal in der Brandenburgerstraße 9, Magdeburg

// 15.11.17, 19:00 Uhr "4 Jahre NSU Prozess - ein Überblick" (NSU Watch) // Seminarraum der Universitätsbibliothek // Universitätspl. 2, Magdeburg

// 21.11.17, 16:00 Uhr "In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU" (Gedenkveranstaltung) // Alter Markt, Magdeburg

// 28.11.17,19:00 Uhr "6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU" (Film) // Moritzhof Magdeburg

// 01.12.17, 18:00 Uhr Eröffnung Ausstellung "GESPRÄCHE / ASSEMBLAGE - Den NSU-Komplex kontextualisieren" // Ausstellung bis 10.12.17 // einewelt haus // Schellingstraße 3-4, Magdeburg

// 04.12.2017,18:00 Uhr Gesprächsabend mit Mehmet Daimagüler, Nebenklägeranwalt der Angehörigen der NSU-Mordopfer İsmail Yaşar und Abdurrahim Özüdoğru // einewelt haus // Schellingstraße 3-4, Magdeburg

// 09.12.2017, 19:00 Uhr "A - wie Aufklärung" (nö theater) // Ort wird noch bekannt gegeben

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antirassismus

Veranstaltungsreihe: Wenn die Gesellschaft versagt. In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU

Termin am: 

Sonntag, 5. November 2017 - 18:30 bis Sonntag, 10. Dezember 2017 - 18:00

Ereignis: 

  • Ausstellung
  • Filmvorführung
  • Infoveranstaltung
  • Performance
  • Vortrag & Diskussion

 

Über den Zeitraum November/Dezember 2017 werden in ganz Magdeburg folgende Veranstaltungen stattfinden - von Ausstellungen über Filmvorführungen bis hin zu Theater und Podiumsdiskussionen:

 

  • 05.11.2017,18:30 Uhr // "NSU Monologe" (Bühne für Menschenrechte)

    • Hörsaal in der Brandenburgerstraße 9, Magdeburg
  • 15.11.2017, 19:00 Uhr // "4 Jahre NSU Prozess - ein Überblick" (NSU Watch)
    • Seminarraum der Universitätsbibliothek, Universitätsplatz 2, Magdeburg
  • 28.11.17,19:00 Uhr // 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU
    • Moritzhof, Magdeburg
  • 01.12. bis 10.12.17 // Ausstellung SEQUENZEN-ERINNERUNG-WECHSEL / Den NSU-Komplex kontextualisieren
    • Eine Welt Haus // Schellingstraße 3, Magdeburg
  • 04.12.2017,18:00 Uhr // Infoveranstaltung mit Mehmet Daimagüler - NSU Opfer Anwalt
    • Eine Welt Haus, Schellingstraße 3, Magdeburg
  • 09.12.2017, 19:00 Uhr // A - wie Aufklärung (nö theater)
    • Ort wird noch bekannt gegeben


"Es klang wie das Ende einer Geschichte, als am 4. November 2011 zwei Männer im thüringischen Eisenach tot in einem brennenden Wohnmobil aufgefunden wurden. Doch was die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden und die Recherchen von Journalist*innen innerhalb weniger Tage zum Vorschein brachten, machte schnell deutlich: Der Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wird in die Geschichtsbücher eingehen, denn, so weiß man heute, er markiert einen traurigen Höhepunkt neonazistischen Terrors in Deutschland und das Versagen der Sicherheitsorgane." (Aus: Antifaschistisches Infoblatt #93 (Winter 2011))

Während der NSU mordend durch das Land zog, mussten sich die Opfer und deren Angehörige immer wieder gegen eine mediale Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagne wehren. Der Wille zur systematischen Aufklärung seitens der Ermittlungsbehörden war in dieser Zeit gering. Statt nach rassistischen Tatmotiven zu fragen, fertigte man die Mordserie mit dem Begriff "Dönermorde" ab und ermittelte gegen die Angehörigen der Ermordeten selbst. Es hätten vielleicht weitere Tote verhindert werden können, wenn die Ermittlungsbehörden den Hinterbliebenen zugehört hätten. Der Vater des ermordeten Halit Yozgat äußerte bereits kurz nach der Tat am 06.04.2006, dass der Mord rassistisch motiviert war. Doch die Opfer und deren Familien wurden nicht angehört.
Auch seit dem Auffliegen des NSU-Netzwerkes fehlt eine adäquate juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung. So liegt der Fokus vor allem auf drei Täter*innen des NSU, obwohl längst deutlich geworden ist, dass zahlreiche neonazistische Netzwerke sowie Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutzes bei den Aktivitäten der rechten Terrorzelle involviert waren.
Es werden unzählige Reportagen und Artikel über die Gruppe produziert – ein Interesse an den Opfern ist jedoch nach wie vor nicht erkennbar. Im Angesicht eines zähen Gerichtsprozesses und einer schwindenden Aufmerksamkeit für das Thema ist es notwendiger denn je, an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU zu erinnern.

Im November 2017 finden bundesweit Aktionen und Kampagnen zum NSU und den Opfern dieser rassistischen Mordserie statt. Auch in Magdeburg werden zahlreiche Veranstaltungen von unterschiedlichen Akteur*innen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wenn die Gesellschaft versagt. In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU" organisiert. Indem wir den Opfern gedenken und ihnen und ihren Angehörigen nachträglich Gehör verschaffen, wollen wir ein unabhängiges Bewusstsein für die Taten und die dahinterliegenden Strukturen fördern.

Veranstalter*innen:
Arbeitskreis Antirassismus Magdeburg (AK Antira); Resonanzboden -.lkj) Sachsen-Anhalt e.V; Artist e.V.; Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.; Bündnis Studierende gegen Rechts; Stura OVGU

Orte: 

  • Magdeburg
  • Einewelthaus
  • Universität

Keep calm & organize! Die etwas andere Wahlparty! (Info + Party)

Termin am: 

Samstag, 21. Oktober 2017 - 21:00 bis Sonntag, 22. Oktober 2017 - 5:00

Ereignis: 

  • Infoveranstaltung
  • Konzert
  • Vortrag & Diskussion

Die Bundestagswahl ist gelaufen. Und zwar aus linker Sicht mal wieder richtig scheiße. Die Nazis sitzen jetzt also auch im Bundestag und werden dort ihren Rassismus in die Welt plärren können. Raus kriegen wir die da voraussichtlich nicht so schnell. Doch was können wir jetzt tun?
Wir wollen euch die Ergebnisse der Wahl und die Geschehnisse in deren Folge zusammenfassen und erläutern. Anschließend kann die Frage diskutiert werden: Was jetzt? Was tun gegen rechte Tendenzen in Politik und Gesellschaft? Wir wollen uns austauschen, inspirieren lassen und vernetzen. Wir sind gespannt auf euren Input. Zusammengefasst steht der Infoteil ganz unter dem Motto: Keep calm and organize!

Nach der "Arbeit" darf dann gefeiert werden. Und zwar richtig, ist ja schließlich Samstag und wir haben die Weinwirtschaft und die besten der besten DJ`s für euch ranbekommen!

Folgende wunderbare Menschen werden für uns auflegen:
Schuubert
rUPPIdIEkATZ b2b Izaak Biem
Patrick Dre


WAS: Info und Diskussion zu den Ergebnissen der Bundestagswahl und was gegen AfD und Co. getan werden kann. Anschließend: Party!

WANN: Einlass 21 Uhr, ab 21:30 Uhr Vortrag und Diskussion, ab ca. 23 Uhr Party

WO: Weinwirtschaft Grün l Lübecker Str. 127, 39124 Magdeburg

Kulturbeitrag : bis 22:30 Uhr bezahlt ihr für alles nur schmale 4€, ab 22:30 Uhr sind es dann faire 6€

Weitere Informationen immer aktuell hier: https://www.facebook.com/events/286167948551504

Die Veranstaltung wird P16 sein. Alle Minderjährigen benötigen einen "Muttizettel" und sollten sich ausweisen können.
Muttizettel gibt's z.B. hier: http://partyzettel.de/
 

 

IF YOU ARE
RACIST,
SEXIST,
HOMOPHOBIC
or an ASSHOLE
…DON´T COME IN.

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

Kundgebung: Rechten Wa(h)lfang stoppen! Hetzern nicht ins Netz gehen!

Termin am: 

Dienstag, 12. September 2017 - 17:30 bis 23:00

Ereignis: 

  • Kundgebung

+++Kundgebung: Rechten Wa(h)lfang stoppen! Hetzern nicht ins Netz gehen!+++

Am 24.September findet die 19. Bundestagswahl in Deutschland statt und im Wahlkampf wird ordentlich Stimmung gemacht. Ganz vorn mit dabei: die AfD.

Für Dienstag, den 12. September hat sie wieder einmal eine ihrer typischen Hetzveranstaltungen auf dem Domplatz organisiert. Neben dem Rassisten-Kapitän Sachsen-Anhalts, Andrè Poggenburg, stehen dieses Mal u.a. folgende prominente Gäste auf der Bühne: Björn Höcke (nach dessen Auffassung, das Holocaustdenkmal in Berlin, ein „Denkmal der Schande“ sei) und Alexander Gauland („einen Boateng will doch niemand zum Nachbarn haben“). Mit dieser Starbesetzung will die AfD nun hetzen und nach Stimmen fischen gehen. Finden wir scheiße, deshalb: Rechten Wa(h)lfang stoppen! Hetzern nicht ins Netz gehen!

Es ist höchste Zeit mal wieder laut zu sein. Laut gegen Hetze, laut gegen Rassismus und Diskriminierung – laut gegen den rechten Mob! Malt Transparente, packt eure Musikinstrumente ein und spart eure Kraft für gekonntes Stimmvolumen. Schnappt euch eure Freund*innen und kommt am 12. September zur Kundgebung gegen rechte Hetze, gegen den rassistischen Wahlkampf auf den Domplatz! Wir dürfen und wollen dem rechten Spuk nicht den Wahlkampf und erst recht nicht die Parlamente überlassen! :)


WAS: Kundgebung: Rechten Wa(h)lfang stoppen! Hetzern nicht ins Netz gehen!

WANN: Dienstag, 12. September 2017, 17:30 Uhr

WO: Domplatz Magdeburg (vor dem Landtag)

 

Wir freuen uns auf euch! :)

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

Film & Gespräch: Im Inneren Kreis

Termin am: 

Freitag, 29. September 2017 - 18:30

Ereignis: 

  • Filmvorführung
  • Vortrag & Diskussion

Am 29. September 2017 wird der Film "IM INNEREN KREIS" (D 2017 l FSK: ab 12 l 86 Min.) im Moritzhof Magdeburg gezeigt und im Anschluss mit den beiden RegiseurInnen Hannes Obens und Claudia Morar über den Einsatz von verdeckten ErmittlerInnen gesprochen. Der Eintritt zum Film ist für alle Interessierten kostenfrei.

Der Hintergrund zum Film:

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antikapitalismus & Klassenkampf
  • Antimilitarismus
  • Antirassismus
  • Antisexismus & Gender & Queer
  • Antispeziesismus
  • Freiräume & Wohnungsnot
  • Ökologie
  • Repression

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