NSU - Monologe

Termin am: 

Sonntag, 5. November 2017 - 18:30 bis 20:30

Ereignis: 

  • Performance

Sechs Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU - von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Die Aufführung findet auf deutsch mit türkischen und englischen Übertiteln statt.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

Weitere Infos unter: www.buehne-fuer-menschenrechte.de


"Einfühlung als Waffe. Es kriecht einem unter die Haut. Empathischer Sog"
Nachtkritik.de

"Zutiefst persönlich und hoch politisch. (...) beleuchten auf neue Weise ein aktuelles Kapitel deutscher Geschichte."
RBB Kulturradio

"Bringt einem den ganzen Wahnsinn (...) in einer so einer Wahnsinns-Weise (...) so dermaßen nahe, dass es dafür sogar stehenden Applaus gab."
RBB Radio Eins

"Weg von der Anklagebank"
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/leskovar-nsu-106.html
ZDF Heute Plus
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NSU Monologları, Nasyonal Sosyalist Yeraltı örgütünün tanınmasından beş yıl sonra yakınlarını bu oluşumun işlediği cinayetlere kurban vermiş üç ailenin hikayesini anlatıyor. Elif Kubaşık, Adile Şimşek ve Ismail Yozgat’ın gerçekleri ortaya çıkarmak için verdikleri mücadeleyi, cenaze töreninde ilk sırada durabilm güçlerini, bir caddenin ismini değiştirme taleplerini ve katledilen yakınlarına yönelik yapılan gerçek dışı suçlamalara karşı
sevdiklerini kendi hatıralarıyla cesurca savunma çabalarını sahneye taşıyor.


"Oyundan sonra Şimşek ve Kubaşık'ın yanına giderek, “Nasıl buldunuz? Kendinizi sahnede gördünüz mü?” diye sordum. İkisinin de gözleri buğuluydu. Ama ikisini de çok rahatlamış gördüm."
“Nihayet anlatabildik çektiklerimizi. Nihayet yeniden canlandırdık kaybettiğimiz sevdiklerimizi” demenin bir rahatlığıydı bu."
Hürriyet

"Özenle sahnelenmiş,ifade gücü yüksek..."
zitty

“Kişisel aynı zamanda son derece politik."
RBB Kulturradio

“Insani öfkelendiren bir parça hakikat."
RBB Inforadio

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wenn die Gesellschaft versagt. In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU"

Hintergrund:
Während der NSU mordend durch das Land zog, mussten sich die Opfer und deren Angehörige immer wieder gegen eine mediale Diffamierungs- und Kriminalisierungskampagne wehren. Der Wille zur systematischen Aufklärung seitens der Ermittlungsbehörden war in dieser Zeit gering. Statt nach rassistischen Tatmotiven zu fragen, fertigte man die Mordserie mit dem Begriff "Dönermorde" ab und ermittelte gegen die Angehörigen der Ermordeten selbst. Es hätten vielleicht weitere Tote verhindert werden können, wenn die Ermittlungsbehörden den Hinterbliebenen zugehört hätten. Der Vater des ermordeten Halit Yozgat äußerte bereits kurz nach der Tat am 06.04.2006, dass der Mord rassistisch motiviert war. Doch die Opfer und deren Familien wurden nicht angehört.
Auch seit dem Auffliegen des NSU-Netzwerkes fehlt eine adäquate juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung. So liegt der Fokus vor allem auf drei Täter*innen des NSU, obwohl längst deutlich geworden ist, dass zahlreiche neonazistische Netzwerke sowie Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutzes bei den Aktivitäten der rechten Terrorzelle involviert waren. Es werden unzählige Reportagen und Artikel über die Gruppe produziert – ein Interesse an den Opfern ist jedoch nach wie vor nicht erkennbar. Im Angesicht eines zähen Gerichtsprozesses und einer schwindenden Aufmerksamkeit für das Thema ist es notwendiger denn je, an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU zu erinnern.

Veranstalter*innen:

Arbeitskreis Antirassismus Magdeburg; Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.; .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. ; Resonanzboden; Artist e.V.; Bündnis Studierende gegen Rechts; Stura OVGU

// 05.11.17,18:30 Uhr NSU-Monologe in Magdeburg (Bühne Für Menschenrechte) // Hörsaal in der Brandenburgerstraße 9, Magdeburg

// 15.11.17, 19:00 Uhr "4 Jahre NSU Prozess - ein Überblick" (NSU Watch) // Seminarraum der Universitätsbibliothek // Universitätspl. 2, Magdeburg

// 21.11.17, 16:00 Uhr "In Erinnerung an die Ermordeten und Hinterbliebenen des NSU" (Gedenkveranstaltung) // Alter Markt, Magdeburg

// 28.11.17,19:00 Uhr "6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU" (Film) // Moritzhof Magdeburg

// 01.12.17, 18:00 Uhr Eröffnung Ausstellung "GESPRÄCHE / ASSEMBLAGE - Den NSU-Komplex kontextualisieren" // Ausstellung bis 10.12.17 // einewelt haus // Schellingstraße 3-4, Magdeburg

// 04.12.2017,18:00 Uhr Gesprächsabend mit Mehmet Daimagüler, Nebenklägeranwalt der Angehörigen der NSU-Mordopfer İsmail Yaşar und Abdurrahim Özüdoğru // einewelt haus // Schellingstraße 3-4, Magdeburg

// 09.12.2017, 19:00 Uhr "A - wie Aufklärung" (nö theater) // Ort wird noch bekannt gegeben

 

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