war-starts-here Camp 2017

Termin am: 

Montag, 31. Juli 2017 (Ganztägig) bis Sonntag, 6. August 2017 (Ganztägig)

Ereignis: 

  • Bauen & Reparieren
  • Demonstration
  • Konzert
  • Küfa & Vokü
  • Kundgebung
  • Vernetzungstreffen
  • Vortrag & Diskussion
  • Workshop
Krieg.Macht.Flucht Plakat 2017

Auch dieses Jahr wird es Anfang August wieder ein war-starts-here Camp am Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark geben. Bringt euch ein und all eure Freund_innen und Genoss_innen mit!

– Krieg beginnt hier – Unser Widerstand auch –

Das GÜZ, die Kriegsübungsstadt Schnöggersburg und warum wir gerade hier
aktiv werden:

Wir wollen der kriegerischen Mobilmachung was entgegensetzen. Nicht nur
in den Köpfen der Menschen, sondern auch ganz praktisch. Abrüstung ist
Handarbeit. Wir können nicht auf die Politik vertrauen, sondern müssen
die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Wir haben uns einen Punkt herausgegriffen, der bereits in den letzten
Jahren ein Kristallisationspunkt für antimilitaristische Aktionen war
und auch weiter sein wird – auf Grund seiner Funktion für die
Vorbereitung von kriegerischen Einsätzen und von Aufstandsbekämpfung im
städtischen Raum wie in ländlichen Regionen.

Im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark,  dem  modernster
Truppenübungsplatz Europas,  bündeln sich viele Facetten von Krieg und
Militarisierung nach Außen und Innen.

Auf dem 230 qkm großen Militär-Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter
Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet.
Deutsche Soldat_innen bereiten sich hier auf Auslandseinsätze in
unterschiedlichen Regionen vor. Der Betreiber „Rheinmetall
Dienstleistungszentrum Altmark“ vermietet das Gelände an die Bundeswehr
und die Armeen anderer NATO-Mitgliedsstaaten, ist Dienstleister der
gesamten Technik und Logistik und leistet die Vorarbeit für die
militärischen Analysen. Zusätzlich werden Söldner in die
Kriegsübung,-vorbereitung und auch in die realen Kriegseinsätze
integriert.

Auf der Baustelle der gigantischen Kriegsübungsstadt „Schnöggersburg“,
in der Aufstandsbekämpfung  im urbanen und ländlichen Raum trainiert
werden soll, ist es in den letzten Jahren mächtig vorangegangen.
Inzwischen präsentiert die Bundeswehr öffentlich ihre Einrichtung im
Wald mit Werbefotos von der einzigen U-Bahnstation Sachsen-Anhalts,
einem Stadion und einem Multifunktions-Sakralbau.

Gleichzeitig ist das  GÜZ ist eine riesige Verkaufsausstellung. 2011
bestellte Russland nach dem Vorbild des Truppenübungsplatzes in der
Altmark eine Anlage, deren erste Hälfte bis zum Beginn der Sanktionen
ausgeliefert wurde; die Vereinigten Arabischen Emirate orderten 2010
ein komplettes Gefechtsübungszentrum im Wert von 70 Millionen Euro bei
Rheinmetall Defence. Ihre Streitkräfte wurden im GÜZ mit der modernen
Kriegsübungstechnik vertraut gemacht. Zudem ist Rheinmetall der größte
Lieferant von Kleinwaffen in alle Welt und verkauft ganze
Munitionsfabriken zum Beispiel an Saudi-Arabien.

Hier wird Krieg  und Aufstandsbekämpfung geübt, ausprobiert,
vorbereitet. Krieg beginnt hier.

Wir wollen diesen zentralen Ort der Kriegsvorbereitung sichtbar machen
und mit unseren unterschiedlichen Aktionen den „Normalbetrieb“ – die
gut geschmierte Kriegsmaschinerie – stören und blockieren.

– Werde Teil des Camps –

Seit mehreren Jahren hat das war-starts-here Camp-in Potzehne, in der
Nähe des GÜZ, viele unterschiedliche Menschen zusammengebracht.
Gemeinsam zu diskutieren und aktiv zu werden hat einiges bewirkt,
sowohl bei den Teilnehmenden des Camps als auch in der Region. Und es
hat Spaß gemacht.

Wir kommen zusammen, um über Kriege und deren Vorbereitung zu
informieren, die Lage zu durchschauen und die Zusammenhänge zu
analysieren. So vielfältig die Strömungen in emanzipatorischen
Bewegungen sind, so vielfältig sind auch die individuellen Sichtweisen
auf Krieg und Militär. In Anbetracht dessen wollen wir die
Gemeinsamkeit des Widerstands weiterentwickeln, den lange gewachsenen
Widerstand vor Ort stärken und dabei unsere Unterschiede diskutieren
und respektieren. Wichtig ist uns auch, auf die Menschen in der
Umgebung des GÜZ zuzugehen, mit ihnen in Kontakt und ins Gespräch zu
kommen und vielleicht auch mehr…

Bei diesem (inzwischen sechsten) Camp knüpfen wir am Thema des letzten
Camps an. „Krieg.Macht.Flucht.“ ist immer noch  aktuell. Diesmal geht
es vor allem  darum, antimilitaristische und antirassistische
Perspektiven zu entwickeln. Lasst uns unsere OhnMacht gemeinsam
durchbrechen! Das Camp in Potzehne wird ein Ort dafür sein. Wir wollen
eine Diskussion auf Augenhöhe mit allen, die das Gleiche antreibt: die
Abneigung gegen die zerstörerischen Verhältnisse weltweit.

Es ist ein selbstorganisiertes Camp, das durch Einsatz der
teilnehmenden Menschen entsteht, besteht und Wirkung entfaltet. Was du
nicht selber organisierst, vermisse nicht! Das Camp ist ein sozialer
Ort, an dem wir einen Gegenentwurf zu leben versuchen: gegen eine
Gesellschaft, die in allen Fasern von Herrschaft durchdrungen ist,
setzen wir konkrete Utopie.

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