Demokratisierung des Internets

Termin am: 

Donnerstag, 27. April 2017 - 18:00 bis 21:00

Ereignis: 

  • Vortrag & Diskussion

Das Internet wurde immer als eine emanzipatorische Möglichkeit verkauft, die Menschen aus aller Welt zusammenzubringen kann, möglichst kostenlos. Dies hat sich aber nur oberflächlich erfüllt – mit Facebook und Twitter bestehen nahezu unendlich viele Möglichkeiten sich zu informieren, miteinander zu kommunizieren, und bei Google ist jede Information nur ein Klick weit entfernt. Gleichzeitig ist die Digitalwirtschaft geprägt von Monopolstrukturen. Innerhalb kürzester Zeit fand ein enormer Konzentrationsprozess im digitalen Raum statt. Damit einher geht ein großes Machtpotential privater Konzerne. Sie können die gesamte Kommunikation auswerten, Geheimdienste bekommen die Möglichkeit, die Daten zur Überwachung zu nutzen und durch Algorithmen können die Informationsmöglichkeiten der Menschen beeinflusst werden.
Der Kultursoziologe Thomas Wagner fordert deswegen die Rückeroberung der „digitalen Welt“ durch die Menschen. Sie sollen nicht nur Nutzer sein, sondern die Strukturen gemeinschaftlich entwickeln und kontrollieren. Ziel ist der Aufbau eines öffentlich-rechtlichen Internets, damit die Digitalisierung ihr Befreiungspotential verwirklichen kann. Aus dem Internet der Konzerne muss ein demokratisches Bürgernetz werden!
Deswegen: Öffentliche Kontrolle statt privater Monopole!

FHW, Zschokkestraße 32, Raum 025

 

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