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Antifaschisten*innen in Magdeburg von AfD-Anhängern mit Baseballschläger und Messer, bedroht, attackiert und verletzt

In Magdeburg kam es in der Nacht vom 10. auf den 11.Mai gegen 1.45 Uhr zu einem gewalttätigen Übergriff, bei dem mehrere Antifaschisten*innen von Anhängern der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) mit einem Messer bedroht, festgehalten und mit einem Baseballschläger verletzt wurden.

Nachdem mehrere Personen angeblich versucht hätten eine größere AfD-Werbetafel zu stürzen, stürmten zunächst zwei Unbekannte aus einem in der unmittelbaren Nähe parkenden Auto auf die Gruppe zu und bedrohten sie mit einem gezogenen Messer und einem Baseballschläger. Dabei griffen sie sich immer wieder eine Person heraus, die sie festhielten. Der Baseballschläger kam dabei wiederholt zum Einsatz und verletzte mindestens eine Person, die im Anschluss mit schweren Prellungen im Krankenhaus behandelt werden musste. Das gezogene Messer wurde dabei wiederholt in die Richtung der bedrohten Gruppe gestoßen und mit den Worten „Ich stech Euch ab!“ begleitet.

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  • Magdeburg

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  • Antifaschismus
  • Repression

Veranstaltungsreihe: "Fight Capitalism (...is the crisis)"

CAPITALISM IS THE CRISIS 
 
Im Jahr 2007 beginnt die letzte globale kapitalistische Krise. Das Platzen einer Blase am Finanzmarkt markiert den Beginn einer seit der Weltwirtschaftskrise 1929 in seiner Dimension unbekannten Entwertung, Umverteilung, Zerstörung und soziopolitischer Reorganisation der Gesellschaft von Oben, deren Ursachen in der Wirtschaftsweise selbst zu suchen sind. Die Folgen waren Bankrotte und Rettungen von Banken und Konzernen, sowie die Staatsschuldenkrise in Europa. Die folgende repressive Finanzpolitik der Europäischen Kommission, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank (sogenannte „Troika“), brachten nicht nur Deutschland als  Krisengewinnerin hervor. Sie organisierte eine anhaltende materielle Umverteilung gesellschaftlicher und privater Güter von Unten nach Oben und senkte damit den Lebensstandard der lohnabhängigen Klassen (v.a. in den südeuropäischen Ländern) nachhaltig.

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  • Antikapitalismus & Klassenkampf

Erfolgreicher Protest gegen Handlungskonzept für Stadtfeld! „Bürger für Stadtfeld e.V.“ reagiert mit Polizei!

Am 15. April versammelten sich rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene zu einer spontanen Kundgebung unter dem Motto „Für soziale Freiräume statt teure Mieten und Boulevard!“ und sind damit der Einladung der Bürgerinitiative gefolgt. Ziel der spontanen Kundgebung war es, gegen die geplante (Neu-) Gestaltung des Stadtteils zu protestieren und auf die aktuelle Situation der Sozialen Zentren in Stadtfeld aufmerksam zu machen. Bereits nach wenigen Minuten zeigte sich die offene Diskussionsbereitschaft der lokalen Politiker, der Wirtschaftsvertreter und des Vereins „Bürger für Stadtfeld“, indem Einsatzkräfte der Polizei zur Absicherung der Veranstaltung gerufen wurden.

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  • Magdeburg

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  • Freiräume & Wohnungsnot

[U-Laden] Räumungsandrohung nicht mehr akut ++++ Demo vorerst abgesagt

Erstmal gute Nachrichten: Der Dekan und der Kanzler der F.H wollen mit der F.H. Leitung in Verhandlungen gehen. Das Ziel ist:
Vorerst Fristverlängerung für jetzigen Standortes bis 30.9. (da das Studierendenprojekt bis dann läuft).

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  • Magdeburg
  • Hauptbahnhof

Aktionstage gegen Antiziganismus

AUF­RUF ZUR AK­TI­ONS­WO­CHE GEGEN AN­TI­ZI­GA­NIS­MUS VOM 05. BIS 13. APRIL 2014

Eine Kam­pa­gne gegen alten und neuen An­ti­zi­ga­nis­mus, mit zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Ak­tio­nen

(Die einzelnen Veranstaltungen in Magdeburg wurden unter "Temine" eingetragen. MD-Linksdrehend)

An­ti­zi­ga­nis­mus hat Kon­junk­tur in Eu­ro­pa. Roma wer­den in vie­len Län­dern des Kon­ti­nents sys­te­ma­tisch aus­ge­grenzt und ver­folgt. Po­gro­me, Hetz­jag­den und ras­sis­ti­sche Morde in Un­garn, Tsche­chi­en oder Ita­li­en bil­den dabei nur die Spit­ze des Eis­ber­ges. Die of­fe­ne Feind­schaft ge­gen­über Men­schen, die von den Dis­kri­mi­nie­ren­den mit der Fremd­zu­schrei­bung „Zi­geu­ner“ klas­si­fi­ziert wer­den, er­lebt aber auch in Deutsch­land einen lange nicht mehr da ge­we­se­nen Wi­der­hall. Die letz­ten Mo­na­te waren ge­prägt durch res­sen­ti­m­ent­be­haf­te­te „De­bat­ten“ rund um die Be­grif­fe „So­zi­al­tou­ris­mus“ und „Ar­muts­zu­wan­de­rung“, vor allem aus­ge­löst durch die seit 1. Ja­nu­ar 2014 gel­ten­de EU-​Ar­beit­neh­mer-​in­nen­frei­zü­gig­keit für Men­schen aus Bul­ga­ri­en und Ru­mä­ni­en. Füh­ren­de Ver­tre­ter*innen der hie­si­gen Volks­par­tei­en tor­pe­die­ren seit­dem kon­ti­nu­ier­lich un­ver­äu­ßer­li­che Grund­rech­te wie das Recht auf Frei­zü­gig­keit, um im Hin­blick auf an­ste­hen­de Wah­len po­li­ti­sches Ka­pi­tal zu ge­ne­rie­ren – denn mit Aus­gren­zung und Ras­sis­mus ließ sich schon immer gut Wahl­kampf ma­chen.

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Demo am 15.02. und der Prozess gegen neun Nazis aus Schönebeck

 Magdeburg, 15.02. 2014
Etwa 100 Demonstranten, überwiegend junge Leute, ziehen Samstagnachmittag durch die Magdeburger Innenstadt. Organisiert hat den Protestzug die Kampagne Rassismus Tötet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Antirassismus.
Die mitgeführten Transparente machen klar:
dass Nazis und Rassisten offensiv entgegen getreten werden muss, dass Polizei und Justiz rechte Gewalt nicht ernst nimmt, dass die Haltung vieler Politiker, Europa zu einer Festung zu erklären und auszubauen, nicht hingenommen werden könne und Tragödien, wie die vor Lampedusa, endlich zu einem Umdenken führen müssen.

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  • Antirassismus
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Gemeinsam gegen Repression: Rechtstipps für Betroffene der Gleisblockade gegen den Naziaufmarsch am 18. Januar 2014 in Magdeburg

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Seit einigen Tagen verschickt die Bundespolizei Briefe in Zusammenhang mit den spontanen Gleisblockaden gegen den Naziaufmarsch am 18.01.2014. Darin fordern sie die Zahlung eines Geldbetrages in Höhe von 35 Euro "Verwarnungsgeld". Den Aktivist_innen ist es über die Gleisblockade gelungen, den Naziaufmarsch um einige Stunden zu verzögern und mehrere hundert Neonazis vom späteren Aufmarschort zu trennen. Momentan gehen wir von mindestens 100 solcher Biefsendungen aus. Daher möchten wir als Rote Hilfe Magdeburg die Gelegenheit dazu nutzen, um uns nicht nur solidarisch mit den Betroffnen zu zeigen, sondern auch Vorschläge darüber zu geben, wie ihr euch in dieser Situation verhalten könnt.

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Rote Hilfe: Bilanz zum 17. und 18. Januar 2014 in Magdeburg

Nach einem erlebnisreichen Wochenende zieht die Rote Hilfe Magdeburg und der Ermittlungsausschuss eine erste Bilanz vom Bulleneinsatz und der Repression gegen Linke und Antifas. 

Am 17.01 fand um 18:00 Uhr unter dem Motto „Staat und Nazis Hand in Hand“ eine unangemeldete Demonstration in Magdeburg statt. Die Initiator_innen kündigten in der Mobilisierung an, die Demonstration nicht anzumelden, da sie eine Zusammenarbeit mit der Polizei grundsätzlich ablehnen. Sie soll als eine klare Reaktion auf die immer stärker werdenen Repressionen gegen Antifaschist_innen in der Vergangenheit gewertet werden, die sowohl in Hamburg, als auch im nahe gelegenen Burg seitens der Polizei immer wieder zu Kriminalsierungen und Einschüchterungsversuchen geführt haben.  Trotz unangemeldeter Demo und gezündeter Pyrotechnik aus den Reihen der 600 Demonstrierenden, hielt sich die Polizei zurück. Die Demonstration wurde zwar von mehreren Einsatzfahrzeugen und einem Kamerawagen begleitet, sie hielten jedoch Abstand und der Kamerawagen filmte die Demonstration nicht ab. Es kam am Abend und in der Nacht vom 17.01 auf den 18.01 zu keinen Festnahmen. 

Am 18.01. richtet sich breiter Protest gegen den regelmäßig stattfinden Trauermarsch der neonazistischen „Initiative gegen das Vergessen“. Neben Menschenblockaden auf Straßen und Schienen kam es auch zu mehrere militanten Aktionen gegen Bullen, dem Schienennetz der Deutschen Bahn, sowie gegen staatliche Einrichtungen. 

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Spendenaufruf: Neues Dach für das Libertäre Zentrum Magdeburg

Das Libertäre Zentrum Magdeburg versteht sich als ein Ort des Austausches, des Rückzugs, einer widerständigen Kultur und als alternativen Lebensentwurf. Durch eine langandauernde Freiraumkampagne, eine Besetzung und viele Aktionen haben wir vor 4 Jahren das L!Z in Alt Salbke 144 bezogen. Seitdem möchten wir mit unseren 4 Wänden nicht nur ein warmes Zuhause schaffen, sondern verstehen uns auch als ein Experiment, das zwischen Leistungszwang und Verwertungsdruck alternative Konzepte des Zusammenleben testen möchte. Wir sind bunt und verschieden. Doch einen wir uns in der Vorstellung, dass die für so viele Menschen ganz normal gewordenen Zwänge und strukturellen Herrschaftsverhältnisse nicht auf Dauer sein müssen und sie nichts naturwüchsiges sind. Ein anderes Leben ist möglich und mehr als dringend nötig. Deshalb wollen wir ein Teil der Bewegung sein, die die Grundlagen zur Beschreitung dieses Weges schafft. Wir wollen die Negation wieder denken und Räume bieten für Menschen, die sich mit uns gemeinsam gegen die bestehenden Verhältnisse stellen wollen. Wir wissen das unser Ziel, ein solidarisches Zusammenleben aller Menschen, in dem die Verschiedenheit des und der Einzelnen möglich ist, noch weit entfernt liegt, doch versuchen wir ein angenehmeres Leben im grundsätzlich Falschen zu schaffen. So gibt es bei uns Veranstaltungsräume, Werkstätten, einen Infoladen mit Bibliothek, einen Sportraum und noch viele weitere Dinge zu entdecken. Keinen Raum gibt es bei uns für Rassismus, Antisemitismus, Sexismus o.ä. menschenfeindliche Einstellungen. 

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  • Libertäres Zentrum

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  • Freiräume & Wohnungsnot

Erinnern heißt Kämpfen: 35 meter langes Wandbild am KJFE Knast

Die Fassade des Jugendzentrum KJFE Knast in Magdeburg schmückt seit einiger Zeit ein 35 Meter langes Wandbild.Die Wand erzählt nun die Geschichte der Gefängnisstürmung und das sich anschließende Massaker an den Hungerstreikenden Gefangenen im Jahre 2000 in der Türkei. Mehrere tausend Häftlinge der Türkischen Knäste befanden sich im wochenlangen Hungerstreik. Der Streik richtete sich gegen unmenschliche Haftbedingungen, gegen Folter und gegen die Einführung der Isolationshaft.

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