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Demo am 15.02. und der Prozess gegen neun Nazis aus Schönebeck

 Magdeburg, 15.02. 2014
Etwa 100 Demonstranten, überwiegend junge Leute, ziehen Samstagnachmittag durch die Magdeburger Innenstadt. Organisiert hat den Protestzug die Kampagne Rassismus Tötet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Antirassismus.
Die mitgeführten Transparente machen klar:
dass Nazis und Rassisten offensiv entgegen getreten werden muss, dass Polizei und Justiz rechte Gewalt nicht ernst nimmt, dass die Haltung vieler Politiker, Europa zu einer Festung zu erklären und auszubauen, nicht hingenommen werden könne und Tragödien, wie die vor Lampedusa, endlich zu einem Umdenken führen müssen.

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Gemeinsam gegen Repression: Rechtstipps für Betroffene der Gleisblockade gegen den Naziaufmarsch am 18. Januar 2014 in Magdeburg

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Seit einigen Tagen verschickt die Bundespolizei Briefe in Zusammenhang mit den spontanen Gleisblockaden gegen den Naziaufmarsch am 18.01.2014. Darin fordern sie die Zahlung eines Geldbetrages in Höhe von 35 Euro "Verwarnungsgeld". Den Aktivist_innen ist es über die Gleisblockade gelungen, den Naziaufmarsch um einige Stunden zu verzögern und mehrere hundert Neonazis vom späteren Aufmarschort zu trennen. Momentan gehen wir von mindestens 100 solcher Biefsendungen aus. Daher möchten wir als Rote Hilfe Magdeburg die Gelegenheit dazu nutzen, um uns nicht nur solidarisch mit den Betroffnen zu zeigen, sondern auch Vorschläge darüber zu geben, wie ihr euch in dieser Situation verhalten könnt.

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Rote Hilfe: Bilanz zum 17. und 18. Januar 2014 in Magdeburg

Nach einem erlebnisreichen Wochenende zieht die Rote Hilfe Magdeburg und der Ermittlungsausschuss eine erste Bilanz vom Bulleneinsatz und der Repression gegen Linke und Antifas. 

Am 17.01 fand um 18:00 Uhr unter dem Motto „Staat und Nazis Hand in Hand“ eine unangemeldete Demonstration in Magdeburg statt. Die Initiator_innen kündigten in der Mobilisierung an, die Demonstration nicht anzumelden, da sie eine Zusammenarbeit mit der Polizei grundsätzlich ablehnen. Sie soll als eine klare Reaktion auf die immer stärker werdenen Repressionen gegen Antifaschist_innen in der Vergangenheit gewertet werden, die sowohl in Hamburg, als auch im nahe gelegenen Burg seitens der Polizei immer wieder zu Kriminalsierungen und Einschüchterungsversuchen geführt haben.  Trotz unangemeldeter Demo und gezündeter Pyrotechnik aus den Reihen der 600 Demonstrierenden, hielt sich die Polizei zurück. Die Demonstration wurde zwar von mehreren Einsatzfahrzeugen und einem Kamerawagen begleitet, sie hielten jedoch Abstand und der Kamerawagen filmte die Demonstration nicht ab. Es kam am Abend und in der Nacht vom 17.01 auf den 18.01 zu keinen Festnahmen. 

Am 18.01. richtet sich breiter Protest gegen den regelmäßig stattfinden Trauermarsch der neonazistischen „Initiative gegen das Vergessen“. Neben Menschenblockaden auf Straßen und Schienen kam es auch zu mehrere militanten Aktionen gegen Bullen, dem Schienennetz der Deutschen Bahn, sowie gegen staatliche Einrichtungen. 

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Spendenaufruf: Neues Dach für das Libertäre Zentrum Magdeburg

Das Libertäre Zentrum Magdeburg versteht sich als ein Ort des Austausches, des Rückzugs, einer widerständigen Kultur und als alternativen Lebensentwurf. Durch eine langandauernde Freiraumkampagne, eine Besetzung und viele Aktionen haben wir vor 4 Jahren das L!Z in Alt Salbke 144 bezogen. Seitdem möchten wir mit unseren 4 Wänden nicht nur ein warmes Zuhause schaffen, sondern verstehen uns auch als ein Experiment, das zwischen Leistungszwang und Verwertungsdruck alternative Konzepte des Zusammenleben testen möchte. Wir sind bunt und verschieden. Doch einen wir uns in der Vorstellung, dass die für so viele Menschen ganz normal gewordenen Zwänge und strukturellen Herrschaftsverhältnisse nicht auf Dauer sein müssen und sie nichts naturwüchsiges sind. Ein anderes Leben ist möglich und mehr als dringend nötig. Deshalb wollen wir ein Teil der Bewegung sein, die die Grundlagen zur Beschreitung dieses Weges schafft. Wir wollen die Negation wieder denken und Räume bieten für Menschen, die sich mit uns gemeinsam gegen die bestehenden Verhältnisse stellen wollen. Wir wissen das unser Ziel, ein solidarisches Zusammenleben aller Menschen, in dem die Verschiedenheit des und der Einzelnen möglich ist, noch weit entfernt liegt, doch versuchen wir ein angenehmeres Leben im grundsätzlich Falschen zu schaffen. So gibt es bei uns Veranstaltungsräume, Werkstätten, einen Infoladen mit Bibliothek, einen Sportraum und noch viele weitere Dinge zu entdecken. Keinen Raum gibt es bei uns für Rassismus, Antisemitismus, Sexismus o.ä. menschenfeindliche Einstellungen. 

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Erinnern heißt Kämpfen: 35 meter langes Wandbild am KJFE Knast

Die Fassade des Jugendzentrum KJFE Knast in Magdeburg schmückt seit einiger Zeit ein 35 Meter langes Wandbild.Die Wand erzählt nun die Geschichte der Gefängnisstürmung und das sich anschließende Massaker an den Hungerstreikenden Gefangenen im Jahre 2000 in der Türkei. Mehrere tausend Häftlinge der Türkischen Knäste befanden sich im wochenlangen Hungerstreik. Der Streik richtete sich gegen unmenschliche Haftbedingungen, gegen Folter und gegen die Einführung der Isolationshaft.

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Auswertungen zum 18. Janaur 2014

Der jährliche "Gedenkmarsch" wurde auch 2014 nicht verhindert und konnte mit 750 Nazis eine 6km lange Route durch Reform laufen. Die Proteste von über 1500 Antifaschist_innen verzögerten jedoch den Ablauf und konnten rund 150 Nazis an der Teilnahme hindern. Die verschiedenen Akteure ziehen ihre Bilanzen:

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Die Repressionsorgane laufen sich warm – Um den geplanten Neonaziaufmarsch vom 18.01.2014 in Magdeburg juristisch abzusichern.

Am 14. Januar 2014 wurde ein Antifaschist vom Amtsgericht Magdeburg zu 6 Monaten Haft – ausgesetzt auf zwei Jahren Bewährung – verurteilt. Die Verurteilung stützt sich auf den Vorwurf, dass L. M. Am 12. Januar 2013 innerhalb der Aktivitäten gegen den jährlich stattfindenen Naziaufmarsch in Magdeburg einen "kinderfaustgroßen" Stein auf einen Polizisten geworfen hätte. Der in Schutzmontur gekleidete Polizist hätte dabei schwere Verletzungen erleiden können. Im Urteil wurde dies als "versuchte schwere Körperveletzung" gewertet. Diesem Vorgang ist eine Verhinderung einer Festnahme durch Antifaschist_innen durch einen Greiftrupp der Polizei vorausgegangen.

 

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MD-Linksdrehend.org ist im Testbetrieb!

Liebe Magdeburger Szenerie!

ENDLICH ENDLICH ENDLICH ist es soweit, wir dürfen ganz stolz das Produkt monatelanger harter Arbeit präsentieren: MD-Linksdrehend.org ist im Testbetrieb!


Und das auch noch rechtzeitig zum bevorstehenden Naziaufmarsch.

Diese Seite soll allen linksradikalen politischen Akteur*innen offen stehen. Es gibt hier Platz für Eure Ankündigungen, Termine, eigene Texte und Diskussionsbeiträge. Ausgesprochenes Ziel ist es, das Magdeburger Polit- und Szeneleben besser zu vernetzen, ((Außenstehenden einen leichteren Einblick zu verschaffen)), Diskussionen anzuzetteln und einen zentralen digitalen Ort für Magdeburg und Umgebung zu erschaffen. Im Stile eines klassischen Indymedia gehalten, sollte Ihr Euch hier nicht nur informieren, sondern auch Eure Beiträge veröffentlichen können (näheres dazu siehe unten).

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Neues von der AWO und ihrem Geschäft mit Flüchtlingen

Am 18. November verabschiedete der Landesausschuss der AWO Sachsen-Anhalt eine Position.¹ Ab spätestens Ende 2014 sei der Betrieb von Lagern nur dann zulässig, wenn die Kommune vorsieht, Flüchtlinge höchstens drei Monate in einem Lager unterzubringen, das maximal über 50 Plätze verfügen darf. Nach drei Monaten sollen Flüchtlinge dann in Wohnungen untergebracht werden.

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Für einen neuen Fokus linksradikaler Politik in Magdeburg - Vier Thesen und ein Vorschlag der Gruppe „365 Tage offensiv – gegen Staat und Kapital“

Im Anschluss an die Januarproteste 2013 versuchten wir als Gruppe "365 Tage Offensiv – gegen Staat und Kapital" eine weiterführende Debatte anzustoßen, die inhaltlich und praktisch "über Antifa hinaus" gehen sollte. Unter anderem veranstalteten wir zwei Antifa-Konferenzen, in welchen wir mit Freude feststellen konnten, dass viele Magdeburger Gruppen außerparlamentarische linke Politik machen. Eine breite Organisierung und Vernetzung findet unserer Wahrnehmung nach jedoch weiterhin nur anlässlich von Antifa-Events statt.

 

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