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Auflösungserklärung von Magdeburg Nazifrei

Das Bündnis Magdeburg Nazifrei gibt die Auflösung bekannt. Es ist uns leider nicht mehr möglich, unsere Arbeit in der gewohnten Qualität fortzuführen. Unser Konzept präferierte die Mobilisierung von Menschen als Teil einer Sitzblockade gegen Naziaufmärsche. Für eine Menschenblockade brauchen wir Menschen. Leider sind in MD leider immer weniger Menschen bereit, sich als Teil einer Blockade zu engagieren. Es ist uns trotz einiger Versuche in der letzten Zeit, nicht gelungen, ausreichend Menschen zu mobilisieren und so erfolgreich zu blockieren. Jede Blockadeorganisation ist mit viel Logistik, Aufwand und Zeit verbunden. Weitere erfolglose Versuche erscheinen uns allgemein und individuell unzumutbar. Wir werden uns als Blockadebündnis auflösen.

Ein Archiv unserer Webseite findet sich ab sofort unter www.md-linksdrehend.org/mdnf

Wir wünschen euch bei euren zukünftigen antifaschistischen Aktionen viel Erfolg! 

Magdeburg, 12.07.2016

Themen: 

  • Antifaschismus

Die linke Freude an der Prostitution

Am Wochenende vom 8.-10. April 2016 fand der diesjährige Bundeskongress der Linksjugend ['solid] in Nürnberg statt. Den inhaltlichen Höhepunkt des Bundeskongresses bildete der Antrag A13 „Solidarität mit Sexarbeiter*innen“ des Landesverbands Bremen. Dieser definiert Prostitution als 'normale Lohnarbeit' (und damit auch Lohnarbeit als normal), fordert „bessere Arbeitsbedingungen“ und verteidigt die Interessen von Freiern. In der Abstimmung wurde der Antrag bei 65 Ja-, 63 Neinstimmen und 15 Enthaltungen hauchdünn angenommen. 

Eine Prostitutionsüberlebende hat sich zu diesem Antrag in einem Brief an die Linksjugend kritisch geäußert.

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Offener Brief an die Linksjugend/Solid bezüglich ihres Positionspapiers “Solidarität mit Sexarbeiter*innen – Nein zum neuen Prostituiertenschutzgesetz – Nein zu Bevormundung und Fremdbestimmung im sexuellen Dienstleistungsgewerbe”.

Von Huschke Mau

Stellungnahme zu den Vorfällen vom 13.04.16

Am Mittwoch, den 13.04.16 fand eine Demo der kurdischen Jugendgruppe Magdeburgs statt. Anlass war die Eskalation des Konfliktes in den kurdischen Gebieten der Türkei durch das reaktionäre Erdogan-Regime. Dieses hatte den Friedensprozess mit der PKK einseitig aufgekündigt und der kurdischen Bevölkerung den Krieg erklärt. Im Zuge der Demonstration kam es zu Übergriffen seitens der Polizei auf Demonstrationsteilnehmer*innen. Unter dem Vorwand, ein Transparent mit vermeintlichem PKK-Logo zu tragen, kam es zu mehreren zeitweisen Festsetzungen und Identitätsfeststellungen durch die Polizei. Das Transpi mit der Aufschrift „Kobane halt stand“ wurde außerdem eingezogen. [1]

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Repression

„Identitäre Bewegung Harz“ - Eine neue rechte Gruppierung im Harz?

Seit einigen Monaten taucht im Harz, vor allem in Wernigerode, immer wieder ein auf den ersten Blick unscheinbares Symbol auf: ein Kreis mit dem griechischen Buchstaben Lambda in den Farben schwarz und gelb. Zunächst fand sich das Symbol auf Stickern und dann bei den regelmäßig sonntäglich stattfindenden Veranstaltungen in Wernigerode. Dahinter steckt eine Gruppe, die sich als Teil der „Identitären Bewegung“ (IB) bezeichnet.

Themen: 

  • Antifaschismus

Demonstration der kurdischen Jugend Magdeburg

Am 13. April beteiligten sich ungefähr 300 Menschen an einer Demonstration gegen die Unterdrückung der Kurden in den kurdischen Gebieten. Aufgrufen dazu hatte die kurdische Jugendgruppe Ciwanen Azad Magdeburg (Freie Jugend Magdeburg). Anlass waren die jetzigen Ereignisse in der Türkei, wo die kurdische Bevölkerung unter massiven Angriffen des türkischen Regimes zu leiden hat.

Orte: 

  • Magdeburg

Wichtige Infos für den 09.04.2016 in Magdeburg

Für Samstag, den 09. April 2016, planen Neonazis des HoGeSa-Ablegers „Gemeinsam Stark Deutschland e.V.“ unter dem Motto „Gegen linke Gewalt und Asylmissbrauch“ eine Demonstration in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), zu der bundesweit mobilisiert wird. Erwartet werden mehrere hundert gewaltbereite Neonazis. Die Mobilisierung der Faschisten erfolgt hauptsächlich über das Internet und persönliche Kontakte. Neben zuganreisenden Nazis haben sich auch Busladungen der Möchtegern-Hooligans angekündigt. Für engagierte Antifaschist*innen wird es an diesem Tag verschiedene Anlaufpunkte geben. Neben Infostrukturen (Ticker, Infotelefon) wird es auch einen Ermittlungsausschuss (EA) geben.

Unsere Feinde können alle Blumen abschneiden, aber sie werden nie den Frühling beherrschen.

Angesichts der momentanen Lage im Hambacher Forst und den Aktionstagen zur Unterstützung der ZAD Notre-Dame-des-Landes bei Nantes senden wir solidarische Grüsze.

Die Realisierung unserer Utopien wird nicht erbettelt, sie wird erkämpft!

 

Orte: 

  • Libertäres Zentrum

Themen: 

  • Antikapitalismus & Klassenkampf
  • Freiräume & Wohnungsnot
  • Ökologie

Abpfiff – Ende der rassistischen Mobilisierung!

Am Samstag, den 9. April 2016 wollen Faschist_innen und Rassist_innen unter dem Label „Gemeinsam Stark“ gegen Linke und Geflüchtete in Magdeburg aufmarschieren – doch wir zeigen Rassismus und Faschismus die rote Karte!
Abpfiff ohne Verlängerung! Platzverweis für faschistische und rassistische Hetze!

AfD-Wahlparty enttarnt

Zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt: Wir werden weiter Sand ins Getriebe streuen!

Am Abend des 13. März, als die ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt veröffentlicht wurden, haben wir ein Transparent an dem Gebäude der AfD-Wahlparty in der Rogätzer Straße in Magdeburg entrollt (siehe Bild). Wir, das sind Antifaschistinnen und Antifaschisten, sowie linke Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Zusammenhängen. Damit wollten wir ein für alle sichtbares Zeichen setzen: Der Wahlerfolg der AfD hat für die einfachen Menschen einen riesigen Haken! So wie in den 1930er Jahren die Wahlerfolge der NSDAP die Schreckensherrschaft der Nazis ankündigten, so sind die AfD-Erfolge Ausdruck eines immer weiter nach rechts rückenden und offen menschenverachtenden gesellschaftlichen Klimas. Diese Entwicklung bedeutet noch mehr mörderische Kriege in aller Welt, an denen sich Deutschland beteiligt. Sie bedeutet noch mehr Tote an den Grenzen der EU. Für diejenigen Menschen, die vor Kriegen flüchten, die von Deutschland mitverursacht werden, und es bis hierher schaffen, bedeutet sie noch mehr Gewalt, noch mehr Tote und Verletzte durch rechte Schlägerbanden und Terroristen. Sie bedeutet noch mehr Arbeit zu Minilöhnen, noch mehr soziale Spaltung. Sie bedeutet weitere Einschnitte bei Hartz IV, usw. usf. Alles unter dem Vorwand „die Bevölkerung will es doch so“.

Den Betroffenen rufen wir jedoch zu: Wir wollen das nicht!
Der AfD aber machen wir mit unserer Aktion deutlich, dass es auch in ihrer neuen Hochburg Sachsen-Anhalt immer „besorgte Bürger“ geben wird, die gegen die asoziale und menschenverachtende Politik dieser Partei Widerstand leisten werden und sich für eine antifaschistische Massenbewegung, für Frieden und Solidarität zwischen allen Menschen am „unteren“ Rand der Gesellschaft einsetzen werden. Sei es auch durch kleine symbolische Aktionen wie die am 13. März. Wir werden weiter Sand ins Getriebe streuen und daran arbeiten zur Stimme der Unzufriedenen und Ausgegrenzten zu werden, die ihre Menschlichkeit noch nicht aufgegeben haben.

 

Link zum Video (Youtube)

Warum die "AfD" keine Alternative ist - ein Beitrag zur notwendigen Debatte.

Seit Oktober 2015 mobilisiert die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) monatlich zu Demonstrationen nach Magdeburg. Damit haben wir es neben dem alljährlichen Trauermarsch der Neofaschisten anlässlich der Bombardierung Magdeburgs im Januar 1945 und den fast wöchentlichen MAGIDA-Märschen, nun mit einem dritten regelmäßigen Event ultra-reaktionärer Kräfte zu tun. Während sich jedoch die Teilnehmer*innenzahl bei MAGIDA mittlerweile im zweistelligen Bereich befindet, schaffte es die AfD bisher, zwischen 500 und 2000 Menschen zu mobilisieren. Dies und Wahlprognosen bis zu 17 % lassen auf einen Einflussbereich schließen, der sich bis tief in konservative und kleinbürgerliche Kreise erstreckt. Dabei zeichnet sich vor allem das Kleinbürgertum – also Kleinunternehmer, Beamte und leitende Angestellte – durch eine primitive, besitzstandswahrende und deswegen besonders reaktionäre Denkweise aus. Dies soll zum Anlass genommen werden, sich einmal etwas tiefergehend mit der Partei und den dahinter stehenden Strukturen zu befassen.

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