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Keine AfD an der OvGU: DAS WAR EIN ERFOLG!

OFFENER BRIEF

 

Lieber Herr Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, oder um mit den Worten Poggenburgs zu sprechen:
Lieber Herr Antifa – Schulleiter,


wir haben Verständnis dafür, dass Sie im Nachgang der Veranstaltung der Campus Alternative am 12.01.2017 im H6 der OvGU in der Öffentlichkeit einen Duktus an den Tag legen müssen, der Ihrer Position als Rektor der gesamten Hochschule gerecht wird. Wir haben sogar Verständnis dafür, dass Sie den Standpunkt vertreten, die Campus Alternative müsse auch weiterhin die Möglichkeit haben, Veranstaltungen an der OvGU auszurichten.
In den öffentlichen Stellungnahmen und Interviews positionieren Sie sich jedoch nicht als ein Rektor der gesamten Hochschule. Gänzlich unsolidarisch zeigen Sie sich mit den Studierenden der OvGU, die bei der besagten Veranstaltung Stellung gegen Faschismus, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit bezogen haben. Auch Sie spalten und verunglimpfen den entschlossenen Protest und spielen somit der rechtspopulistischen Meinungsbildungsstrategie in die Hände. Im MDR-Interview vom 13.01.20171 sagen Sie, dass der Wurf eines Böllers nicht von einem Studierenden der OvGU kam. Was macht Sie so sicher, dass Studierende sich nicht einem entschlossenen Protest gegen menschenverachtende Ideologie anschließen können?

Starkes Zeichen gegen rechts – Kein Platz für die AfD an der Uni!

Stellungnahme der Offenen Linken Liste Magdeburg (OLLi)

 

Am vergangenen Donnerstag, den 12.01.17, wollte die AfD-nahe Hochschulgruppe „Campus Alternative Magdeburg“ eine Veranstaltung zum Thema „Gender an der Uni“ im Hörsaal 6 der Otto-von-Guericke-Universität (OvGU) Magdeburg durchführen. Nachdem es über ein halbes Jahr ruhig um die Campus Alternative war, sollte dies ihr erster öffentlicher Auftritt werden. Mehrere hundert Studierende, Mitarbeiter*innen der Universität und Menschen aus der Stadt Magdeburg machten jedoch deutlich, was sie von der geplanten Veranstaltung halten – nämlich nichts. Mit Beginn der geplanten Veranstaltung startete der lautstarke Protest der Anwesenden im Hörsaal, der erst durch den Jubel abgelöst wurde, als die Veranstalter und ihre Gäste den Hörsaal wieder verlassen mussten. Damit wurde in Magdeburg ein starkes Zeichen gegen eine Partei gesetzt, die durch rassistische, sexistische und sozialchauvinistische Äußerungen auffällt. Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement der Anwesenden sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Positionen der AfD im Vorfeld durch den Studierendenrat der OvGU sowie den Fachschaftsrat der Fakultät für Humanwissenschaften. Was folgte war eine unpolitische, den Protest diffamierende und teilweise Positionen der AfD übernehmende Berichterstattung der hiesigen Medien. Zusätzlich ließ es sich die Alternative für Deutschland nicht nehmen, sich wiederholt als Opfer zu stilisieren. Zur Seite sprangen ihr mal wieder bürgerliche Medien und Politiker.

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus
  • Antisexismus & Gender & Queer

Die neue "Unterdruck" ist da!

Die zweite Ausgabe des Magdeburger Szeneblättchens „Unterdruck“ ist raus. Sie ist an verschiedenen Orten, beispielsweise in den Infoläden Stadtfeld und Salbke erhältlich. Neben diversen Kurzmeldungen gibt es einen Text über den Mord an Frank Böttcher, was zum NSU und einen Artikel über die Militarisierung deutscher Außenpolitik. Außerdem beschäftigt sich ein Beitrag mit die Strafverfolgung in der BRD als Schützenhilfe für die Türkei, ein Text zum AJZ Alex fasst Zurückliegendes zusammen. Weitere Artikel handeln unter anderem vom Naziaufmarsch im Januar, einer Gruppenvorstellung, Gendern in Texten und Veganismus.
Einsendeschluss für die kommende Ausgabe ist der 05.03.2017

Stellungnahme zum Angriff der Polizei auf die Eröffnungsfeier vom ArbeiterInnen- und Jugendzentrum ALEX

Fast ein Jahr Arbeit
Anfang des Jahres 2016 mietete der Verein Kiez Kultur Leben e.V. neue Räumlichkeiten in der Pestalozzistr. 40 in Magdeburg an. Die neuen Räumlichkeiten sollten einen neuen Anlaufpunkt in Stadtfeld West schaffen und neben einem Büro und der Fahrradwerkstatt Soliradisch einen Treffpunkt für proletarische Familien und Flüchtlinge aus dem Kiez darstellen.
Mit viel Engagement und mehreren tausend Euro Eigenleistung renovierten wir über ein dreiviertel Jahr die komplett heruntergekommene Ladenfläche. Es wurden Wasserrohre verlegt, zwei komplette sanitäre Einrichtungen eingebaut, neue Wände gezogen, über 500 Meter Stromkabel verlegt, ca. 50 Steckdosen angebaut, über 40m² Decke abgehangen und Schall isoliert, der Fußboden barrierefrei für Rollstuhlfahrer ausgebaut, alle Wände des ca. 140m² großen Ladens verputzt und gestrichen. Zusätzlich wurde eine  neue  Küche eingebaut sowie ein Tresen aus Holz installiert. Die Liste aller Arbeiten würde hier den Rahmen sprengen.  Für einige Mitglieder des Vereins und des ALEX Kollektivs war eine 60 Stunden-Woche Arbeit über ein halbes Jahr die Regel. Einige Menschen nahmen nach ihrem Schichtdienst regelmäßig noch einige Stunden Arbeit auf sich um das Projekt ALEX erfolgreich auszubauen. Aber das störte uns nicht, denn wir wollten mit dem neuen Laden ein neues Kapitel für Stadtfeld-West und seine Bewohner/innen aufschlagen. Neben dem Ausbau der Ladenfläche für gemeinnützige Vereinsaktivitäten mit und für Familien war die Fahrradwerkstatt Soliradisch von Anfang an integraler Bestandteil des neuen Projektes. Soliradisch ist ein Gemeinschaftsprojekt der BUND Jugend Magdeburg und des Spielwagen e.V, bei dem es darum geht, gespendete Fahrräder mit geflüchteten und sozial schwachen Menschen gemeinsam zu reparieren und ihnen kostenlos zu überlassen. Eines der Hauptaspekte dabei sind der Wunsch nach Mobilität für alle und der soziale Kontakt mit geflüchteten Menschen. In einer Zeit, in der annähernd 25 % der Wähler in Sachsen Anhalt die AfD gewählt haben und in Magdeburg Faschisten wieder Häuser anzünden, stellt es ein sehr wichtiges Projekt dar. Mit über 500 reparierten Fahrrädern ist Soliradisch ein Beispiel für praktische Solidarität in Zeiten wachsendem Rassismus. Mit dem Ausbau einer festen Werkstatt wollte der Verein „Kiez Kultur Leben e.V.“ einen Beitrag zu diesem Projekt leisten und es qualitativ nach vorne bringen.
Wir kommunizierten von Anfang an  dieses Vorhaben mit dem Vermieter, welcher uns noch eine Eingangstür einbaute damit wir mit den Fahrrädern durch den vorderen Eingang den Laden betreten konnten. Zudem  stellte er uns eine Fläche im Keller, in der wir  gespendete Fahrräder unterbringen konnten. Ebenfalls wusste er das wir uns gegen Mietwucher und Spekulantentum im Stadtteil engagierten.

Schafft ein, zwei, viele AJZs!

Am 12.11.16 eröffnete in Stadtfeld ein neuer Laden: das Arbeiter*innen und Jugendzentrum ALEX. Im Laufe des Abends wurde eine Person in einem Späti in Stadtfeld von mehreren Faschos angegriffen. Dieser Angriff blieb nicht unbeantwortet. Daraufhin riegelte ein Großaufgebot der Bullen den Stadtteil ab, Fußgänger*innen wurden kontrolliert und drangsaliert. Das AJZ wurde umstellt, alle Gäste mussten den Laden verlassen, ihre Personalien abgeben und wurden teils brutal zusammengeschlagen.

Nur einen Tag später brannte das Solarium eines Syrers in Neustadt. Trotz eines an der Wand hinterlassenen Hakenkreuzes ist es ganz und gar nicht sicher, daß die Bullen ein rechtes Tatmotiv erkennen.

Solidarität mit allen Opfern rechter und rassistischer Gewalt! Faschisten bekämpfen! Nieder mit dem Staat!

Demo gegen Angriffe der Türkei auf die kurdische Opposition

Am vergangenen Samstag, dem 05. November 2016 gingen in Magdeburg rund 300 Menschen auf die Straße, um gegen die Angriffe des türkischen Präsidenten auf die kurdische Opposition zu protestieren und Freiheit für alle politischen Gefangenen zu fordern. Aktueller Anlass für die kurzfristig organisierte Demo war die Verhaftungswelle gegen Politiker*innen der kurdischen Oppositionspartei HDP in der Türkei.

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antikapitalismus & Klassenkampf

Radfahren gegen Reichsflugscheiben / Demo gegen Nazi-Reichsbürger

Neonazis aus dem militanten Spektrum, bürgerliche Rassist*innen und "reichsdeutsche" Fanatiker*innen wollen in Magdeburg gemeinsam ihren Verschwörungs-Wahn abfeiern? Nicht mit uns!

Kreative Fahrrad-Demo gegen die rassistischen Wahnwichtel!

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus

„Wir feiern lieber ohne Cops. Was ist das für 1 Party?!“

„Wir feiern lieber ohne Cops. Was ist das für 1 Party?!“

Partyarrest in der Sternstraße

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antikapitalismus & Klassenkampf
  • Antimilitarismus
  • Antirassismus
  • Freiräume & Wohnungsnot
  • Repression

Ein Kommentar zum Weißbuch der Bundeswehr 2016 - Standort- und Kursbestimmung für die deutsche Sicherheitspolitik

Vor einigen Wochen veröffentlichte das Bundesverteidigungsministerium unter Ministerin von der Leyen das neue Weißbuch der Bundeswehr. Damit werden die Leitlinien für das zukünftige Handeln der Bundeswehr erstmals seit zehn Jahren aktualisiert. Inhaltlich wird der zunehmenden Militarisierung der deutschen und europäischen Außenpolitik Rechnung getragen. Ziel ist es, die ökonomische Stärke Deutschlands zukünftig auch militärisch auszuspielen.

Themen: 

  • Antimilitarismus

Auflösungserklärung von Magdeburg Nazifrei

Das Bündnis Magdeburg Nazifrei gibt die Auflösung bekannt. Es ist uns leider nicht mehr möglich, unsere Arbeit in der gewohnten Qualität fortzuführen. Unser Konzept präferierte die Mobilisierung von Menschen als Teil einer Sitzblockade gegen Naziaufmärsche. Für eine Menschenblockade brauchen wir Menschen. Leider sind in MD leider immer weniger Menschen bereit, sich als Teil einer Blockade zu engagieren. Es ist uns trotz einiger Versuche in der letzten Zeit, nicht gelungen, ausreichend Menschen zu mobilisieren und so erfolgreich zu blockieren. Jede Blockadeorganisation ist mit viel Logistik, Aufwand und Zeit verbunden. Weitere erfolglose Versuche erscheinen uns allgemein und individuell unzumutbar. Wir werden uns als Blockadebündnis auflösen.

Ein Archiv unserer Webseite findet sich ab sofort unter www.md-linksdrehend.org/mdnf

Wir wünschen euch bei euren zukünftigen antifaschistischen Aktionen viel Erfolg! 

Magdeburg, 12.07.2016

Themen: 

  • Antifaschismus

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